Sprechstunde für Schnarchen

Schnarchen ist weit verbreitet. Für die Partnerin oder den Partner ist es oft vor allem lästig – manchmal steckt jedoch mehr dahinter. In gewissen Fällen kann Schnarchen ein Hinweis auf eine obstruktive Schlafapnoe sein, die behandelt werden sollte. In unserer Schnarchsprechstunde klären wir das gemeinsam ab und geben Ihnen Sicherheit.

Was geschieht beim Schnarchen?

Schnarchen entsteht, wenn Gewebe in den oberen Atemwegen in Schwingung gerät. Diese Atemwege reichen von der Nase bis in den Rachenbereich. Häufig passiert das, wenn der Luftstrom behindert ist, also wenn die Luft nicht mehr ungehindert durchströmen kann. Dann beginnen weiche Strukturen zu vibrieren oder zu flattern, und das typische Schnarchgeräusch entsteht.

Solche Verengungen können verschiedene Gründe haben, zum Beispiel:

  • erschwerte Nasenatmung, etwa bei Schnupfen, Allergien oder Nasenpolypen
  • vergrösserte Mandeln oder ein verlängertes Gaumenzäpfchen
  • Kiefer- oder Bissfehlstellungen, zum Beispiel ein ausgeprägter Überbiss
  • erschlaffte Muskulatur am Gaumen

Gerade die nachlassende Muskelspannung spielt häufig eine Rolle. Sie nimmt mit dem Alter oft zu und wird durch Alkohol zusätzlich verstärkt. Viele Männer berichten besonders ab etwa Mitte 40 häufiger von Schnarchen, was unter anderem mit der Veränderung der Muskelspannung zusammenhängen kann.

Wann spricht man von Schlafapnoe?

Von den Menschen, die schnarchen, hat etwa jede fünfte bis dritte Person zusätzlich eine obstruktive Schlafapnoe (OSA). Schnarchen ist zwar ein häufiges Warnsignal, es gilt aber auch umgekehrt: Nicht alle Personen mit OSA schnarchen.

OSA ist mehr als „nur“ störendes Schnarchen. Die wiederholten Atempausen können den Schlaf massiv beeinträchtigen und wirken sich oft deutlich auf die Lebensqualität aus. Darum lohnt sich eine gezielte Abklärung und eine passende Behandlung.

Diagnose

In unserer Schnarchsprechstunde starten wir mit einem ausführlichen Gespräch. Dabei schauen wir gemeinsam auf Ihre Beschwerden, Ihre Schlafsituation und mögliche Ursachen.

Um abzuklären, ob eine Schlafapnoe vorliegen könnte, erhalten Sie von uns auf Wunsch ein Messgerät für zu Hause. Damit wird eine Nacht aufgezeichnet, ganz unkompliziert in Ihrer gewohnten Umgebung. Das Set besteht aus einem Gurt mit kleinem Aufzeichnungsgerät, einer Nasenbrille sowie einem Pulsoximeter am Finger, das die Sauerstoffsättigung misst. Am nächsten Tag bringen Sie das Gerät wieder zurück. Wir werten die Daten aus und besprechen die Resultate mit Ihnen.

Eine Schlafapnoe sollte bei Schnarchen immer mitgedacht und ausgeschlossen werden: Sie ist gut behandelbar, kann unbehandelt aber den Schlaf und die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen.

Behandlung

Wenn sich der Verdacht auf eine obstruktive Schlafapnoe bestätigt, überweisen wir Sie an eine Fachärztin bzw. einen Facharzt für Pneumologie (Lungenheilkunde). Dort erfolgt die genaue Abklärung und der Start einer CPAP-Therapie. Dabei sorgt eine Maske mit leichtem Überdruck dafür, dass die Atemwege im Schlaf offen bleiben und nicht zusammenfallen.

Wenn es «nur» um einfaches Schnarchen geht, erhalten Sie von uns praktische Tipps, die das Schnarchen oft spürbar reduzieren können. Eine Lösung, die bei allen gleich gut wirkt, gibt es zwar nicht, aber es gibt verschiedene Möglichkeiten, die sich je nach Situation lohnen auszuprobieren.

© 2026 Praxis im Quartier AG

Praxis im Quartier

Landvogt-Waser-Strasse 6

8405 Winterthur


+41 52 232 58 58

Designed by JZdesign